Kreisverband der Linken in Aachen gegründet
Freitag, 17. August 2007 - Von Andrej Hunko (3092 mal gelesen)

Am Donnerstagabend konstituierte sich in Aachen die aus WASG und PDS hervorgegangene neue Partei DIE LINKE.

Aufgrund des massiven Andrangs - allein 47 Neueintritte wurden verzeichnet - platzte der Glaspavillon der Kurparkterassen in Burtscheid aus allen Nähten. Um für alle Interessierten Sitzgelegenheiten zu schaffen und alle Eintrittswilligen aufzunehmen, verzögerte sich der Beginn der Versammlung um mehr als eine Stunde.

Nach zahlreichen Grußworten von DGB-Chef Heinz Kaulen ("In Deutschland wird mehr Zeit mit Grußworten als mit Streiks verbracht"), MdB Paul Schäfer ("Wir brauchen einen langen Atem"), Michael Aggelidis vom Landesvorstand ("Klare Forderungen und ein klares Profil gegenüber der SPD sind notwendig"), Vertretern von SP (Niederlande) und CAP (Belgien), der DKP ("alle Verhältnisse umwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, geknechtetes Wesen ist") und der VVN ("NPD endlich verbieten") folgte eine nur kurze politische Aussprache.

Ein Antrag der linken Jugend zur Trennung von Amt und Mandat auch auf Kreisebene fand ebenso eine deutliche Mehrheit wie die Aufhebung der sechswöchigen Karenzzeit und damit Gewährung der vollen Mitgliederrechte für die neu Eingetretenen.

In den ersten Vorstand der neuen Linken wurden schließlich gewählt: Darius Dunker (Sprecher), Sonja Skock (Sprecherin), Wolf Müller (Kassierer), Catrin Brust, Hans-Leo Deumens, Kai Dornis, Martina Haase, Andrej Hunko, Hardy Knippschild, Sabine Moschner, Doreen Ullrich und Jennifer Wörl.

Für den geplanten Sonderzug aus zur bundesweiten Demonstration gegen den Afghanistankrieg am 15. September in Berlin wurden zahlreiche Karten verkauft.

Die weiteren Wahlen wurden aufgrund der fortgeschrittenen Zeit auf die nächste Mitgliederversammlung vertagt.


(Zuletzt geändert am Sonntag, 26. August 2007.)