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Solidaritätsdemo mit den G8-Protesten auch in Aachen und Jülich PDF Drucken E-Mail
Freitag, 1. Juni 2007 - Von z-ac (3116 mal gelesen)

Demo am 4.6. in Aachen
Anlässlich des G8-Gipfels finden auch in der Region Demonstrationen und Protestkundgebungen statt.

In Aachen rufen u.a. attac und die Initiative Montagsdemo zu einer Solidaritätsdemo auf, die vom Kugelbrunnen über eine Zwischenkundgebung am Holzgraben zum Markt ziehen soll. Es werden Teilnehmer der Großdemonstration in Rostock über ihre Erfahrungen berichten.

In Jülich rufen PAX Christi, Amnesty International, terre des hommes, der BUND und DIE LINKE zu einer Protestkundgebung am Mittwoch zum Jülicher Kirchplatz.

Die Demonstrationen richten sich gegen die Repressionen und Demonstrationsverbote in Heiligendamm, sowie die Politik der G8-Staaten.

Zum Aufruf aus Aachen:

 

Die Industrienationen - so auch Deutschland - werden Jahr für Jahr reicher. Nichts Schlechtes eigentlich, würde nicht zugleich die Anzahl der finanziell Armen wachsen, und die Armen in diesen Ländern nicht immer ärmer werden. Eine dem Trend entsprechende Sogwirkung bis hin zu früheren oder noch jetzigen Gutverdienern hat eingesetzt. Der Trend geht zum Milliardär. „Working poor“ - arm trotz Arbeit - droht für viele zur Normalität zu werden. Dies ist den Zahlen des statistischen Bundesamts zu entnehmen ebenso wie den Zahlen der Caritas, des Kinderschutzbundes, Pax Christi, der Gewerkschaften, Attac und vielen weiteren Organisationen.

"Wir leben in einer Welt voller Reichtum, in der die Armut nicht beseitigt wird. Dies zeigt, dass mit unserem Weltwirtschaftssystem etwas nicht Ordnung ist und grundsätzliche Alternativen gefragt sind",

so Pedram Shahyar vom Attac-Koordinierungskreis. Und weiter:

"Gas, Energie, Transport, Wasser und Bildung gehören unter demokratische Kontrolle und dürfen nicht der Profitgier der Investoren unterworfen werden."

Auch in Aachen nimmt die Anzahl der von Armut Betroffenen zu. Die von der großen marktradikalen Einheitspartei - in Form aller etablierter Parteien in Berlin wie in Aachen - favorisierte "Agenda 2010" wird als notwendig propagiert. Gleichzeitig werden den Menschen in unseren Nachbarstaaten und in den G8-Staaten zur Rechtfertigung ähnlicher Umverteilungsprogramme dieselben Argumente erzählt wie uns in Deutschland.

Überall wird Konkurrenzdruck durch das Ausland als Totschlagargument gegenüber Kritikern dieser zunehmend menschenfeindlichen entfesselten kapitalistischen Politik behauptet. Das aktuelle leichte Wirtschaftswachstum wird fälschlicherweise in Zusammenhang mit den letzten Reformen als Erfolg verkauft. Passend dazu werden die Arbeitsmarktzahlen geschönt. So werden circa 6,5 Millionen von Erwerbslosigkeit Betroffener auf 4 Millionen herunter gerechnet.

Demo am 2.6. in Rostock
Die Vertreter der G8-Staaten stehen für genau diese Politik der Ausbeutung der Menschen in ihren eigenen Ländern wie der Menschen in den armen Ländern der so genannten dritten Welt. Klima und Umweltschutz werden mit Füßen getreten. Viele Beispiele zeugen von dieser Politik. Im Namen des Friedens und der Menschlichkeit werden Kriege für Rohstoffe und für die Vormachtstellung in der Welt geführt. Freundlich schauende Politiker scheinen nur das Beste für uns alle im Munde führen. Eine Demagogie und ein Zynismus, der kaum zu überbieten ist.

Gemeinsam mit Attac-Aachen solidarisiert sich die Initiative Montagsdemo mit den Protesten gegen diesen Gipfel des Zynismus. So rufen Mitglieder dieser beiden Gruppen auf, gemeinsam mit ihnen nächsten Montag auf die Straße zu gehen, um ihre Kritik gegen diese unselige Entwicklung zum Ausdruck zu bringen. Viele AachenerInnen werden am Samstag auf der Großdemonstration in Rostock sein. Einige werden früher zurückkommen und auf der Montagsdemo darüber berichten.

Die Kundgebung in Aachen beginnt nächsten Montag um 18 Uhr am Kugelbrunnen in der Adalbertstraße. Von dort wird eine Demo durch Stadt ziehen. Bei Zwischenstopps am Holzgraben bei der Telekom und an der Deutschen Bank werden Redebeiträge die aktuelle Entwicklung thematisieren."

 


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(Zuletzt geändert am Freitag, 1. Juni 2007.)
 
 
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