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Donnerstag, 17. Mai 2007 - Von Marc Treude (1532 mal gelesen)
Solidaritätserklärung von Marc Treude (Mitglied des Rats der Stadt Aachen für die WASG) mit den Streikenden der Telekom.
An die Streikenden Kolleginnen und Kollegen vom Klinikum

Solidarität mit den streikenden Kolleginnen und Kollegen bei der Telekom!

Ihr streikt für uns alle!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich möchte euch im Namen der WASG-Aachen ganz herzlich zum hervorragenden Ergebnis eurer Urabstimmung und zum jetzt stattfindenden Streik gratulieren!

Es war höchste Zeit, der Arroganz und der Profitgier der (D)Obermänner entgegenzutreten. Es war höchste Zeit aufzustehen und zu sagen: „Es reicht!“.

Wir sind überzeugt: Bei diesem Streik geht es auch um die Frage, ob Konzernchefs die Beschäftigten so behandeln dürfen, wie einst Gutsherren ihre Knechte.

Obermann sagt, die Gesetze des Marktes würden eben harte Einschnitte erzwingen. Wir meinen: das spricht nicht für Einschnitte, sondern gegen das Prinzip der Profitmacherei! Die Privatisierung der Telekom hat eben nicht zu den positiven Ergebnissen geführt, die uns allen einst versprochen wurden – das genaue Gegenteil ist der Fall!

Entweder die Privatisierung der Telekom war sowieso ein Fehler, oder aber wir wurden schon damals bewusst über die negativen Folgen belogen. Einen Fehler kann man korrigieren, aber eine Lüge dürfen wir uns nicht gefallen lassen!

Wir glauben, dass Beschäftigte und Verbraucher bewusst und absichtlich über die wahren Ziele der Privatisierung getäuscht wurden. Durch die Privatisierung wurdet ihr den Banken und Konzernen zum Fraß vorgeworfen, denn nur die bereichern sich.

Die Telekom muss wieder verstaatlicht werden. Dazu braucht es eine harte politische Auseinandersetzung, aber die Forderung ist keinesfalls utopisch: das kleine Venezuela at soeben ihre Telekom wieder verstaatlicht. Und das war dort möglich, weil die Bevölkerung dort immer wieder für soziale Gerechtigkeit demonstriert hat.

Eines ist sicher: So wie es jetzt läuft – Lohnraub und Mehrarbeit ohne Ende – so kann es nicht weitergehen. Wir werden euren Streik gerne nach unseren Kräften unterstützen und mithelfen, die schwerwiegenden Gründe für euren berechtigten Streik weiter bekannt zu machen. Wir wünschen euch viel Erfolg!

Mit solidarischen Grüßen

Marc Treude


(Zuletzt geändert am Mittwoch, 23. Mai 2007.)
 
 
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