Donnerstag, 10. Mai 2007 - Von Klaus Ernst (1548 mal gelesen)
Während die SPD im Bremer Wahlkampf den Wählern
vorgaukelt, sie sei für die Einführung eines Mindestlohns, verhindert
sie im Bundestag eine Mehrheit dafür.
Am 9.5. stimmte die Koalition einheitlich für die Absetzung des
Tagesordnungspunktes Mindestlohn von der Tagesordnung des Ausschusses
für Arbeit und Soziales. Die SPD wollte unbedingt vermeiden, dass sie
vor den Landtagswahlen in Bremen zu einer Abstimmung über ihre eigenen
Forderungen gezwungen wird, die DIE LINKE. wortgleich in einem Antrag
vorgelegt hat. Sie hat damit aktiv verhindert, dass es mit den Stimmen
der Opposition zu einem Durchbruch beim Mindestlohn kommt.
Wie schon bei der Gesundheitsreform und der Rente ab 67 ist die SPD auf
der Flucht, wenn es zum Schwur kommt. Das Abhängen in einer
Arbeitnehmerfeindlichen Regierung ist ihr wichtiger, als das
Durchsetzen von
Existenz sichernden Mindestlöhnen. Für Gewerkschafter besonders
unappetitlich anzusehen ist dabei stets das Verhalten vermeintlicher
SPD-Linker wie Klaus Brandner, Andrea Nahles, Anton Schaaf, Andreas
Steppuhn, die auch bei dieser Abstimmung Gewehr bei Fuß an der Seite
der Konservativen standen.
Die SPD tut so, als wäre sie für den Mindestlohn, verhindert aber seine
Einführung. Sie täuscht und hintergeht ihre Wählerinnen und Wähler und
die Bevölkerung. Für Sonntag ist zu hoffen, dass die Bürgerinnen und
Bürger in Bremen dieser verlogenen SPD- Politik einen Denkzettel
verpassen.
(Zuletzt geändert am Donnerstag, 10. Mai 2007.) |