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Protest gegen Werbeinformationsveranstaltung der Bundeswehr in der Aachener Agentur für Arbeit |
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Mittwoch, 9. Mai 2007 - Von Horst Schnitzler (2015 mal gelesen)
Ungewöhnlicherweise an einem Donnerstag werden um 15:30
Uhr
Vertreter der Initiative Montagsdemo vor der Aachener Arbeitsagentur,
Roermonder
Straße 51, gegen dortige Aktivitäten der Bundeswehr
protestieren.
Armut und Perspektivlosigkeit - auch während eines Aufschwungs am
Arbeitsmarkt, wovon über vier Millionen Betroffene nichts merken -
machen
Menschen anfällig für jeden Job, sei er noch so "schmutzig".
Die
Perspektivlosigkeit am Ausbildungsmarkt und der zunehmende Druck für
Erwerbslose
seit der mehrfach verschärften Hartz IV-Gesetzgebung lockt die
Bundeswehr, in
den Arbeitsämtern immer offensiver für den "Job" des Soldaten zu werben.
Diese Rekrutierungsversuche der Bundeswehr in Arbeitsagenturen
lehnen wir - wie ähnliche Initiativen in anderen Städten - rigoros
ab.
Es ist nicht nur geschmacklos, sondern unverantwortlich, junge
Menschen
in Perspektivlosigkeit für den Kriegsdienst zu ködern. Solche Werbeshows
der
Bundeswehr im öffentlichen Raum, an Schulen und Arbeitsämtern muss man
unterbinden. Schulabgänger und Arbeitslose sollten sich genau überlegen,
ob sie
auf die Lockangebote mit Ausbildungsversprechen eingehen -- immerhin ist
ein
einjähriger Auslandseinsatz mittlerweile verpflichtend für alle
Zeitsoldaten der
Bundeswehr".
(Zuletzt geändert am Mittwoch, 9. Mai 2007.) |