| Spa verabschiedet sich von der autogerechten Stadt |
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Dienstag, 24. April 2007 - Von Darius Dunker (2923 mal gelesen)Das Auto ist ein Ausdruck unerhörter Willkür des einzelnen Menschen. Ein einzelner Mensch wagt es, auf solche Weise die Straße, und nicht nur die Straße, für sich in Anspruch zu nehmen, die Ruhe, die Freiheit, das Leben seiner Mitmenschen zu bedrohen. Wahrhaftig, wenn wir nicht durch die Mächte der modernen Welt schon so tief versklavt und entmenscht wären, wenn es unter uns noch eine Demokratie als Lebensstil gäbe, so hätte sich schon längst ein empörter Wille erhoben und hätte solchem übermütigen Frevel ein Ende gemacht. (Leonhard Ragaz, Vom modernen Götzendienst) Was der Pazifist Ragaz 1927 anlässlich der Abstimmung über eine Straßenverkehrsordnung in der Schweiz schreibt, klingt heute, wo zahlreiche AutofahrerInnen mit brutalen Geländewagen durch enge Innenstädte drängen, aktueller denn je. Ziemlich genau 80 Jahre später wurde jetzt das aus der Schweiz importierte Instrument der Volksabstimmung genutzt, um auch in der Mineralwasserstadt Spa (zwischen Verviers und Malmedy) die von Ragaz kritisierte "Herrschaft des Autos über die Straße" wenn nicht zu beenden, so doch ein gutes Stück zurückzudrängen.
Der niederländische Verkehrsplaner Hans Monderman entwickelte ein Konzept
Am Sonntag haben sich nun die Einwohner im rund 50 Kilometer von Aachen entfernten Spa dafür ausgesprochen, in ihrer Stadt ebenfalls diesen Schritt zu wagen. Ihr Konzept sieht laut Meldung des BRF
Ausgerechnet in Spa, der Ardenner Kleinstadt unweit von Michael Schumachers Lieblingsrennpiste, ist man diesem Tag wieder einen großen Schritt näher gekommen. (Zuletzt geändert am Donnerstag, 26. April 2007.) |
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