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Laurensberger empört über geplanten Sandhäuschen-Abriss PDF Drucken E-Mail
Montag, 19. März 2007 - Von Darius Dunker (2431 mal gelesen)
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Foto: Bürgerinitiative
Die Bürgerinitiative "Sandhäuschen Ja External link", die seit Jahren für den Erhalt des Sandhäuschens in Aachen-Laurensberg kämpft, ist empört über die Weigerung der Stadt Aachen, als letzten Schritt eine finanzielle Bürgschaft für die Instandsetzung ihres eigenen Gebäudes zu übernehmen, damit dieses wieder verpachtet und als Treffpunkt der Menschen in Laurensberg erhalten bleiben kann. Die Stadt behauptet, die Pläne wären gescheitert, und will das Gebäude nun abreißen lassen.

Im vergangenen Jahr hatte die Bürgerinitiative über 2000 Unterschriften für ein Bürgerbegehren in Laurensberg gesammelt, mit dem von der Stadt der Erhalt des Gebäudes gefordert wurde. Schließlich war ein Kooperationsabkommen geschlossen worden, mit dem die Bürgerinitiative den Auftrag erhielt, ein tragfähiges Nutzungskonzept für das Sandhäuschen zu erarbeiten. Dies ist nach Ansicht der Bürgerinitiative erfolgreich geschehen. In ihrer jüngsten Pressemitteilung External link heißt es:

Es wurde ein ortsansässiger und seriöser Pachtbewerber gefunden, der das Sandhäuschen pachten und glaubhaft zu einem der attraktivsten Lokale im Umkreis machen will. Er selber will beträchtliche Eigenmittel investieren. Der Pachtbewerber entwickelte ein professionelles, zukunftsfähiges und attraktives Nutzungskonzept für das Sandhäuschen als gesellschaftlichem Zentrum von Laurensberg, das viele innovative gastronomische Elemente enthält. Eine große Brauerei und ein Getränkeverlag wurden von der Person und dem Konzept des Pächters überzeugt und geben Zusagen für Inventarinvestitionen in beträchtlicher Höhe. In der Bevölkerung gibt es nachweislich starkes Interesse am Sandhäuschen.

Für die Instandsetzung des Gebäudes werden etwa 200.000 Euro veranschlagt, die nach den Vorstellungen der Stadt über die Verpachtung erwirtschaftet werden sollen. Doch die Stadt Aachen, der das Sandhäuschen gehört, weigere sich, für die Kredite zu bürgen.

Nach ihrer Auffassung soll der Pächter oder jemand anderes das volle Kostenrisiko [...] alleine tragen. Die Stadt hätte, ginge etwas schief, als Gegenwert ein neu instandgesetztes Gebäude, welches sofort wieder verpachtbar wäre. Somit bestünde für die Stadt ein sehr geringes finanzielles Risiko.
Mit ihrer Weigerung, diese Bürgschaft zu übernehmen, betreibt die Stadt eine völlige Risikoverschiebung zu Lasten Dritter, obwohl sie als Eigentümerin für den Erhalt ihres Eigentums verantwortlich ist und durch ihre Unterlassung den aktuellen Zustand des Gebäudes zu verantworten hat.
Es ist für jeden Pächter unzumutbar, für Versäumnisse im Gebäudeunterhalt , die er nicht zu vertreten hat, alleine aufzukommen. Wir unterstützen nachhaltig die Weigerung des Pachtbewerbers, diese Bürgschaft zu übernehmen. Er hat genug eingebracht. Wir sehen die Stadt in Verantwortung.

Dies sei auch schon aus Gründen der Gleichbehandlung mit anderen Stadtteilen eine berechtigte Forderung. Das Sandhäuschen habe den offiziellen Status einer "Kultur- und Gemeinschaftsanlage" und sei deshalb "gleichrangig anzusehen wie die Welsche Mühle in Haaren, die Haarbachtalhalle, Schloß Schönau und Mehrzweckeinrichtungen in Richterich und Walheim, die von der Stadt Aachen immer auch finanziell unterstützt werden".


(Zuletzt geändert am Dienstag, 17. April 2007.)
 
 
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