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Sevim Dagdelen darf nicht zu Anne Will PDF Drucken E-Mail
Freitag, 16. Oktober 2009 - Von z-ac (1170 mal gelesen)

Sevim Dagdelen
"Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach diktiert der ARD, mit wem er diskutiert und mit wem nicht", kommentiert Hendrik Thalheim, Sprecher der Linken Bundestagsfraktion,  die Ausladung von Sevim Dagdelen durch die Redaktion der Sendung "Anne Will".

Dagdelen war von der Redaktion zunächst zur übermorgen geplanten Sendung über Fragen der Integration eingeladen und dann mit dem Hinweis auf ihre Mitgliedschaft im Verein "Rote Hilfe" wieder ausgeladen worden.

"Wenn der Verfassungsschutzbericht über einen Verein, der im Kern versucht, Angeklagten rechtsstaatlich gebotenen juristischen Beistand zuteil werden zu lassen und Bürgerrechte zu verteidigen, als Vorwand für eine Ausladung herhalten muss, zeigt das ein seltsames Verständnis von Meinungsfreiheit. Es ist auch fragwürdig, wenn eine Talkshow Angst vor Diskussionen hat und meint, Diskussionspartner so auswählen zu müssen, dass sie Unions-Mitdiskutanten gefallen. Derart vorauseilender Gehorsam stellt das Licht der Redaktion und der Moderatorin doch in einer Art unter den Scheffel, dass man versucht ist, nach anderen Gründen zu suchen," so Thalheim.

"Sevim Dagdelen hätte mit ihrer Biographie, ihrer Persönlichkeit, ihren politischen Positionen bei 'Anne Will' vieles zu den Anforderungen und Bedingungen für eine erfolgreiche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund beitragen können. Dass die ARD dies ihren Zuschauerinnen und Zuschauern unter fadenscheinigen Vorwänden vorenthält und sich schon jetzt bei der kommenden schwarz-gelben Regierung lieb Kind zu machen sucht, wirft ein bezeichnendes Licht auf die geistig-moralische Entwicklung des Landes."

Sevim Dagdelen, die migrationspolitische Sprecherin der Linken Bundestagsfraktion, war schon mehrfach auf Einladung der Linken bzw. der WASG in Aachen, so erst kürzlich vor großem Publikum auf dem Willy-Brandt-Platz.


(Zuletzt geändert am Freitag, 16. Oktober 2009.)