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Regierung und Grünenthal bei Contergangeschädigten in der Schuld |
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Freitag, 2. Oktober 2009 - Von Ilja Seifert (1166 mal gelesen)
52 Jahre nach der Markteinführung des Beruhigungs-
und Schlafmittels Contergan rufen der Interessenverband
Contergangeschädigter, ihrer Angehörigen und Freunde Rhein Berg e.V.,
die ICTA und der BCG-Bundesverband Contergangeschädigter und
Grünenthalopfer e.V. zu einer Mahnwache am 2. und 3. Oktober vor den
Toren der Dalli Werke und der Firma Mäurer & Wirtz in Stolberg auf. DIE LINKE im Bundestag erklärt sich mit den
Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Mahnwache solidarisch.
Ilja
Seifert, behindertenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE:
"Bis heute haben die rund 2.700 noch lebenden Conterganopfer keine
gerechte Entschädigung erhalten. Statt eines Lebens in
Selbstbestimmung und Würde erfahren sie neben den körperlichen
Schmerzen Demütigungen, Ausgrenzung und Armut.
Die durch den Protest der Betroffenen in den Jahren 2008 und 2009
erkämpften Verbesserungen des Conterganstiftungsgesetzes können nur
erste Schritte sein, keine abschließende Lösung. Die bisherigen
Bundesregierungen sind ihrer Verantwortung gegenüber den
Conterganopfern und ihren Angehörigen nicht nachgekommen, die sie
1972 mit Abschluss des so genannten Vergleichs mit der
Verursacherfirma Grünenthal übernommen haben.
Deswegen unterstützt DIE LINKE die Verfassungsklage des
Contergan-Netzwerks gegen die Bundesregierung und wird sich auch in
der neuen Wahlperiode für schnelle und spürbare Verbesserungen der
Lebenssituation der Conterganopfer und aller anderen Menschen mit
Behinderungen einsetzen."
(Zuletzt geändert am Freitag, 2. Oktober 2009.) |