| Monsanto-Genmais vorerst gestoppt |
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Mittwoch, 15. April 2009 - Von Darius Dunker (1677 mal gelesen) Gestern hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) ein Anbauverbot für gentechnisch veränderten Mais der Sorte Mon810 des amerikanischen Agrochemiekonzerns und früheren Agent-Orange-Produzenten
Monsanto verkündet. Sie folgt damit ausdrücklich dem Beispiel von
fünf anderen EU-Staaten.
Umweltverbände begrüßen die
Entscheidung, so spricht etwa der NABU Auf einer Pressekonferenz in Berlin erklärte die Ministerin am Dienstag:
Mit Verhängung der Schutzklausel durch das BVL gegenüber der
Firma Monsanto werde das Ruhen der Genehmigung von Mon810 angeordnet,
heißt es in der Presseerklärung
Diese Auffassung sei auch vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit bestätigt worden.
Unter Aigners Amtsvorgänger Horst Seehofer war Mon810, ein
sogenannter Bt-Mais, dem genetische Eigenschaften des Bacillus
thuringiensis implantiert wurden, im Jahr 2004 zugelassen worden. Die
Ergebnisse einer wichtigen bayrischen Studie zu Bt-Mais wurden laut
Presseberichten Umweltverbände hatten mehrfach kritisiert, dass das Monitoring zu möglichen Risiken der Genmaissorte Mon810 auf Mensch und Natur bisher von der Herstellerfirma Monsanto selber durchgeführt werde. „Es ist ein Witz, dass hier der Hersteller bestimmen darf, ob sein Saatgut gefährlich oder ungefährlich ist. Eine strenge Kontrolle gab es bei dieser Risikotechnologie noch nie. Deshalb musste die Ministerin jetzt so handeln und den Genmaisanbau generell verbieten, es war allerhöchste Zeit“, erklärte gestern NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Das Online-Netzwerk Campact, das eine Kampagne mit 54000 UnterstützerInnen gegen die Zulassung von Mon810 organisiert hatte, feiert die Entscheidung ebenfalls als Erfolg. Die massiven Bürgerproteste der vergangenen Monate seien entscheidend dafür gewesen, die bisherige Gentechnik-Befürworterin Aigner von den massiven Risiken des Gen-Mais für Mensch und Umwelt zu überzeugen. „Ein breites Bündnis aus Verbrauchern, Landwirten, Imkern und Umweltschützern hat die Politik unter Zugzwang gesetzt, die Risiken des Genmais endlich zu berücksichtigen und das seit Jahren überfällige Verbot zu erlassen“, kommentiert Stefanie Hundsdorfer, Gentechnik-Expertin von Campact, die Entscheidung. Campact bewerte die Entscheidung als möglichen Neuanfang der Gentechnik-Politik der Bundesregierung. „Jetzt muss Ministerin Aigner Kurs halten und auch in Brüssel gegen die Zulassung von Gen-Mais stimmen“, fordert Hundsdorfer.
Das sieht auch der Bioland
Skeptisch zu der gestrigen Ankündigung äußerte sich in einer Stellungnahme Hinweis(Zuletzt geändert am Freitag, 17. April 2009.) |
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