| Wir werden die Krise nicht bezahlen! |
|
|
|
|
Dienstag, 11. November 2008 - Von Besetzte Fakultäten der Sapienza (1437 mal gelesen) Mit folgender Erklärung wenden sich die BesetzerInnen der Fakultäten der Sapienza-Universität Rom an alle Studierenden, ProfessorInnen und wissenschaftlichen MitarbeiterInnen: "Wir werden die Krise nicht bezahlen", das ist der Slogan mit dem wir seit wenigen Wochen die Mobilmachung an der Universität begonnen haben. Ein einfacher Slogan, aber gleichzeitig direkt: Die globale Krise ist Krise des Kapitalismus, der Finanz - und Immobilienspekulationen. Die Krise eines Systems ohne Regeln und Rechte, einer skrupellosen Gesellschaft. Aber diese Krise darf nicht zu Lasten der Ausbildung fallen, von der Schule bis zur Universität, zu Lasten des Gesundheitssystems, der Steuerzahler im Allgemeinen. Der Slogan ist mittlerweile in aller Munde und so von Stadt zu Stadt gewandert. Von den Studenten zu den Lehrkräften mit befristetem Arbeitsverhältnis bis zu den Forschern. Niemand will für die Krise bezahlen und für die Verluste aufkommen, auch nicht diejenigen, die jahrelang vom System profitiert haben.
Die Verbreitung dieses Slogans, die Mobilmachung an den Schulen, Universitäten und in den Städten die in den letzten Wochen geschehen ist, scheint Angst gemacht zu haben. Man weiss ja, ein Hund der Angst hat, beisst und dementsprechend war auch die Reaktion des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi: "Die besetzten Man hat uns gesagt, das einzige was wir können, sei "nein" zu sagen und dass es uns hingegen an Vorschlägen fehle. Das stimmt nicht: die Besetzungen und die Studentenversammlungen in den letzten Tagen haben eine ganz neue Universität geschaffen, eine Universität mit einem sozialen Bewusstsein. Studieren zu können ist für uns von fundamentaler Wichtigkeit und deshalb sind unsere Proteste auch unerlässlich! Wir haben die Fakultäten besetzt, um eine öffentliche Universität zu schaffen. Wir stehen auf, um weiter studieren und forschen zu können. Es gibt viele Dinge die an den Schulen und Universitäten unbedingt verändert werden müssen. Aber verändern heisst nicht, ihnen die finanziellen Mittel zu kürzen. Verändern heisst die Mittel zu erhöhen, die Forschung zu fördern, Ausbildung zu verbessern. Die finanziellen Mittel zu kürzen hat hingegen und nur einen einzigen Zweck: Universitäten werden zu privaten Stiftungen und öffentliche Universitäten werden aussterben.
Die Zeichen sind eindeutig, genau wie die Mittel: das Gesetz 133 ist im August verabschiedet worden und trotz der Missbilligung von zehntausenden von Studenten, ist das Einschreiten der Polizei gefordert worden. Diese Regierung will die Demokratie zerstören, indem sie Angst verbreitet. Aber wir verkünden von den besetzten Fakultäten
Nach dem ausserordentlichen Erfolg des Streiks und des Demonstration vom 17. November, der von den freien Gewerkschaften einberufen wurde, ist der Moment gekommen um eine einstimmige Antwort auf den Plätzen unserer Städte zu verkuenden. Wir schlagen zwei Termine vor: Einen Tag der Mobilmachung, Freitag der 7. November mit Demonstrationen in allen Städten. Des weiteren eine grosse, städteübergreifende (dezentrale) Demonstration für alle die im Ausbildungswesen tätig sind.
Das was in diesen Tagen geschehen ist, zeigt einen grossen Willen und eine außergewöhnliche Mobilmachung der Kräfte. Eine neue Welle, die nicht vor hat sich zu bremsen zu lassen, sondern die gewinnen will, ist entstanden. Wir wollen, dass diese Welle noch grösser wird. Wir wollen, dass der Wille zu kämpfen noch grösser wird. Wir sind (Zuletzt geändert am Dienstag, 11. November 2008.) |
Ähnliche Themen:
- 23. 10. 2008 - Die Hochfinanz bedankt sich!



