| Großeinsatz gegen linke Privatparty in Aachen |
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Sonntag, 10. August 2008 - Von Darius Dunker (2901 mal gelesen) Eine private Party mehrerer Wohngemeinschaften in der Aachener Aretzstraße wurde am Samstagabend Schauplatz eines völlig überzogenen und teilweise brutalen Einsatzes von Ordnungsamt und Polizeikräften. Bereits kurz nach 22 Uhr versuchten die Einsatzkräfte, die Party angeblich wegen Ruhestörung zu beenden. Zu diesem Zeitpunkt war von der Party nicht mehr viel zu hören und nach Aussagen von Gästen die Musikanlage auch bereits weitgehend abgebaut, von einer ernsthaften Lärmbelästigung konnte keine Rede mehr sein. Verterter des Ordnungsamtes behaupteten jedoch, es wäre mit späterer erneuter Ruhestörung zu rechnen, deshalb müsste die Party gewaltsam aufgelöst werden. (1. Update) Gerade das Ordnungsamt eskalierte permanent die Situation und forderte die Polizei auf, vermittelnde Gespräche mit den vermeintlichen Ruhestörern sein zu lassen: "Hört auf, mit denen zu reden! Wir gehen da gleich rein, wenn mehr Kräfte da sind." Unter massivem Einsatz unter anderem von Pfefferspray versuchten die Beamten, in das Gebäude einzudringen und die Gäste zum Verlassen zu zwingen. Mehrere Personen wurden aufs Polizeipräsidium verfrachtet, einige Hausbewohner durch die Polizei brutal verletzt. Alle Augenzeugen außerhalb des Gebäudes, darunter die anwesenden z-ac-Redakteure, erhielten Platzverweise für die gesamte Aretzstraße. Gegen 3 Uhr hatte sich die Polizei noch nicht zurückgezogen. Update 1:
Inzwischen gibt es einen Polizeibericht
Der Bericht verschweigt insbesondere, dass die beklagte Ruhestörung wohl am Nachmittag und früheren Abend stattgefunden hatte. Nach 22 Uhr, zum Zeitpunkt des massiven Polizeieinsatzes, zu dem sogar Einsatzkräfte aus Düren herangeschafft wurden, fand Ruhestörung allenfalls durch den absurden Einsatz von Ordnungsamt und Polizei selbst und den verständlichen Protest der HausbewohnerInnen und der Gäste dagegen statt. Ironischerweise war noch um 3 Uhr Nachts am anderen Ende der Aretzstraße lautstarke Musik aus einer völlig anderen Wohnung zu hören, die mit den Vorkommnissen anscheinend nichts zu tun hatte und von Ordnungsamt und Polizei unbehelligt blieb. Ein genauerer Bericht folgt. (Zuletzt geändert am Mittwoch, 13. August 2008.) |
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