| Gewaltsame Übergriffe eines privaten Sicherheitsdienstes gegen junge AntifaschistInnen in Aachen |
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Donnerstag, 31. Januar 2008 - Von z-ac (3402 mal gelesen) Nach inzwischen bestätigten Informationen gab es heute Vormittag auf dem Aachener Marktplatz gewaltsame Übergriffe gegen junge AntifaschistInnen. Etwa dreißig als Karnevalisten verkleidete Neonazis hielten sich am Rande des Marktplatzes (zwischen Ecke Großkölnstraße/Ecke Büchel) auf. Als die Neonazis eine kleine Gruppe junger AntifaschistInnen entdeckte, kreisten sie diese ein und versuchten, Fotos von ihnen zu schießen. Um sich davor zu schützen, zogen sich diese ihre Mützen vor das Gesicht. Nach Zeugenaussagen eskalierte darauf die Situation wie folgt: Ein Mitarbeiter des privaten - von der Stadt Aachen angeheuerten - Aachener Sicherheitsdienstes DND, forderte einen jungen völlig friedlichen Antifaschisten auf, die Mütze aus dem Gesicht zu ziehen, was dieser verneinte, weil er nicht von den Faschisten fotografiert werden wollte. Der - nach Zeugenaussagen völlig überforderte - Sicherheitsmann zog den jungen Mann am Arm, wogegen sich dieser mit Wegziehen seines Armes ohne Anwendung jeglicher Gewalt wehrte. In Folge dessen stürzten sich mindestens drei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes auf den zuvor am Arm gegriffenen friedlichen Jugendlichen der Antifa und rissen ihn mit brachialer Gewalt zu Boden. Dabei wurde der Jugendliche am Kopf und am Arm verletzt. In dem Zusammenhang erfolgten Festnahmen dieses und drei weiterer junger Antifaschisten. Sie wurden zur Ermittlung der Personalien in einen Raum im Verwaltungsgebäude Katschhof gebracht. Zwei bekannte Neonazis folgten unaufgefordert der Gruppe in das Verwaltungsgebäude. Dort ergab sich nach Zeugenaussagen die Situation, dass die Personalausweise der Antifaschisten offen einsehbar auf einem Tisch lagen, was die beiden ebenfalls anwesenden Neonazis dazu nutzen konnten, sich diese in aller Ruhe anzusehen. Auf den Protest und den Hinweis der Antifas, zu verhindern, dass die Ausweise für die Neonazis einsehbar und fotografierbar seien, habe die Antwort des Polizisten, der die Personalien aufnahm, gelautet, sie sollten sich nicht so anstellen. Die vier Antifaschisten wurden zur erkennungsdienstlichen Ermittlung in Polizeigewahrsam gebracht. Zwei der Festgenommenen, so auch der Verletzte, wurden am Nachmittag aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Die beiden anderen Jugendlichen wurden am Abend entlassen. Die ärztliche Diagnose des zu Boden gerissenen jugendlichen Antifaschisten lautet: Schädelprellung mit Schürfwunde am Kopf, Verstauchung eines Ellenbogens, Kratzspuren am Unterarm. Nach Aussage einer Angehörigen des Betroffenen soll gegen die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes Anzeige erstattet werden. Achtung: Auch am frühen Abend sind offenbar immer noch Nazis in der Innenstadt unterwegs. (Zuletzt geändert am Mittwoch, 13. Februar 2008.) |
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