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Mittwoch, 30. Januar 2008 - Von Darius Dunker (3503 mal gelesen) Universitätsklinikum Aachen tauscht kurzfristige Gewinne gegen Mitarbeiter Wie die betroffenen Mitarbeiter im Aachener Klinikum der Lokalpresse am Samstag entnehmen konnten, will der Arbeitgeber sich in diesem Jahr von 200 Beschäftigten trennen. Nachdem im vergangenen Jahr von CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen durch die Änderung des Personalvertretungsgesetzes die Rechte des Personalrats beschnitten wurden, habe der Vorstand des Klinikums "eine kleine Schamfrist" abgewartet, so die Gewerkschaft Verdi, bis er die Situation der rechtlich geschwächten Arbeitnehmervertretung ausnützte. „Meine Mutter war richtig glücklich, als ich in den 70ern eine Stelle im öffentlichen Dienst gefunden hatte, er zählte Stefan Jungheim „damals dachte man noch, dass mit dem geringeren Gehalt der sichere Arbeitsplatz bezahlt würde. Heute wissen wir es besser. Der öffentliche Dienst zahlt schlechter als die Privatwirtschaft und das, obwohl die Sicherheit des Arbeitsplatzes nur noch eine Fiktion ist.“ Wie es weiter geht? „Der Pflegebereich ist bereits grenzwertig ausgedünnt. Als nächstes werden die Verträge der rechtlosen befristeten Beschäftigten in den Service-Bereichen nicht verlängert, danach verschwindet der Rest in tariflosen GmbHs, um bis zur Rente keine Tariferhöhung mehr zu erhalten oder nach einem Jahr in die Arbeitslosigkeit zu verschwinden,“ erwartet Jungheim. Verdi-Vertrauensleute und -Personalratsmitglieder werden alle rechtlichen Mittel und gewerkschaftlichen Aktionsformen nützen, um den Kampf gegen die Arbeitgeber-Willkür aufzunehmen, heißt es in einer Pressemitteilung von Verdi.
Erst vor einer Woche hatte Verdi am Düsseldorfer Universitätsklinikum zu einem Warnstreik aufgerufen
Quelle: Pressemitteilung von Ver.di Aachen-Düren-Erft
Foto: Túrelio für Wikimedia Commons, Lizenz CC-BY-SA
(Zuletzt geändert am Mittwoch, 30. Januar 2008.) |




