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"Rien ne va plus" - Spielcasino-Arbeitgeber rühren sich nicht PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 25. November 2007 - Von Darius Dunker (3590 mal gelesen)

Spielcasino: je Monat bis zu 300 Euro weniger für Croupiers
Nach dem Auslaufen des 2005 geschlossenen Erprobungstarifvertrags hätte längst darüber verhandelt werden müssen, welche Bedingungen ab September diesen Jahres für die Beschäftigten bei Westspiel gelten, so auch für diejenigen im Spielcasino Aachen.

Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi weigert sich die Geschäftsführung von Westspiel jedoch seit Monaten, Verhandlungen aufzunehmen. Das hat zum Teil erheblich niedrigere Zahlungen an die Beschäftigten zur Folge. Verdi ruft deshalb für Montag zum Protest an der Westspiel-Zentrale in Duisburg auf.

"Die Verschleppungstaktik bedeutet für die Casino- und Verwaltungsmitarbeiter zum Teil erhebliche Gehaltseinbußen“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Andreas Elbracht. Besonders hart treffe es die Croupiers, die "bis zu 300 Euro monatlich weniger im Portmonee haben“. Alle Versuche von Verdi, Verhandlungstermine zu vereinbaren, seien bislang gescheitert. Die Geschäftsführung verstecke sich hinter der unklaren Situation beim Glücksspiel-Staatsvertrag und dem kommenden Nichtraucherschutzgesetz und versuche offensichtlich die Verhandlungen bis in das kommende Jahr
hinauszuzögern.

Grund für die Auseinandersetzung ist der ohne Nachwirkung zum 31. August 2007 ausgelaufene Entgelttarifvertrag. Er wurde 2005 erstmalig als Erprobungs-Tarifvertrag bei Westspiel abgeschlossen und 2006 um ein weiteres Jahr verlängert. Betroffen vom Auslaufen des Vertrags sind neben den Croupiers (Spieltechnik) auch Automatentechniker und Beschäftigte der Westspiel-Verwaltung. Westspiel betreibt in NRW Casinos in Aachen, Bad Oeynhausen Duisburg und Dortmund.

(Foto: Norbert Schnitzler für Wikimedia Commons External link, GnuFDL External link)


(Zuletzt geändert am Sonntag, 25. November 2007.)
 
 
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