Freitag, 24. August 2007 - Von Andrej Hunko (2682 mal gelesen)
 Spontaner Protest in Aachen, Foto: Antifa Düren
[update 20.30 Uhr: Nach zuverlässigen Informationen findet das
Konzert zur Zeit in Nuth, Kiesgrube 35, ca 10 km nordwestlich von
Heerlen statt. Mehr als 100 Neonazis wurden im Laufe des frühen Abends
durch Aachen geschleust und von einem Oldenburger Kleinbus
(OL-BH-288, BH steht für "Blood & Honour", 88 für "Heil
Hitler") sowie zahlreichen PKWs vom Tivoli nach Nuth
geshuttelt.
Unterdessen demonstrierten knapp 200 Menschen
mit einer lautstarken und kämpferischen Demo durch die Aachener
Innenstadt. Die Redner forderten die Stadt auf, solche Vorgänge nicht
weiter zuzulassen und Informationen über Neo-Nazi-Aktivitäten der
Öffentlichkeit zugänglich zu machen.]
[update 17:20 Uhr: Nach aktuellen Informationen ist das
Konzert in Herzogenrath verboten worden. Unklar ist, ob es trotzdem wo
anders stattfindet, etwa auf einem Privatgrundstück in Aachen.]
Für den heutigen Freitagabend ist ein Konzert der Band „Kategorie C - Hungrige Wölfe " in
der Aachener Region geplant. Laut Wikipedia
bewegt sich die Band um Leadsänger Henrik Ostendorf im Grenzbereich zwischen
Neonazismus und Hooliganismus.
Es ist davon auszugehen, dass das Konzert zum
Anziehungspunkt für die überregionale Neonazi-Szene wird. Auch Faschisten aus
Belgien und den Niederlanden werden erwartet.
Nach Informationen der Antifa sollen sich die Nazis an der
Shell-Tankstelle am Tivoli treffen, um von dort nach Herzogenrath
„geshuttelt" zu werden.
Verschiedene Antifagruppen, darunter die VVN-BdA rufen zum Widerstand. Treffpunkt ist 17.30 Uhr am Markt in Aachen.
Zu den Vorkommnissen erklärt die VVN-BdA:
"Seit Wochen wird am und um den Tivoli für ein Nazi-Konzert
mit der Band "Kategorie C-Hungrige Wölfe" geworben. Aus dem Umfeld
der Alemannia-Ultras unter Anleitung des Ex-Herzogenrathers Sascha Wagner
(NPD-Funktionär) wird das Konzert vorbereitet.
Nachdem die Antifa-Aachen den neonazistischen Hintergrund
des für Freitag, den 24.8. geplanten Konzertes aufdeckte (nachzulesen bei "Klarmanns Welt" )
hüllen sich alle in Schweigen. Die Polizei sagt nichts, weil Ruhe für sie schon
der Idealfall von Demokratie ist. Alemannia möchte nicht schon wieder ins
bundesweite Gerede kommen und duckt sich vorsorglich weg. Politiker fühlen sich
erstmal gar nicht angesprochen usw.
Wir haben nun einen Tipp bekommen, dass der Einweisungspunkt
für das Konzert an der Shell-Tankstelle Krefelder Straße (am Tivoli) sein wird.
Von da aus fahren die Nazis nach Herzogenrath-Merkstein. Das Konzert soll im
Park der Grube Adolf stattfinden, welcher selbstverständlich an der
Adolfstrasse liegt. Das deutet auf Ortskenntnisse.
Wir meinen, ein solch groß-angelegtes Nazi-Konzert darf
nicht in der Region stattfinden. Wir rufen auf, sich am Freitag um 17.30 Uhr am Markt in Aachen zu treffen,
um dort neueste Infos zu erfahren und gegebenenfalls gemeinsam nach Merkstein
zu fahren. Es wäre an den Inhabern und Verwaltern des Parks, das Konzert noch
rechtzeitig abzusagen. Es ist an der Politik und Verwaltung in Herzogenrath die
Reißlinie zu ziehen. Hoffentlich verstecken sich nicht alle.
Kein Nazi-Konzert- egal wo. Nazi-Strukturen zerschlagen- NPD
und Kameradschaften verbieten."
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / -Bund der
Antifaschisten (VVN-BdA) Kreisverband Aachen
(Zuletzt geändert am Dienstag, 28. August 2007.) |