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Sonderzug aus NRW zur bundesweiten Großdemo am 15. September gegen den Afghanistan-Krieg geplant PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 25. Juli 2007 - Von z-ac (3131 mal gelesen)

Unter dem Motto „Frieden für Afghanistan - Keine Verlängerung der Bundeswehreinsätze!" ruft die Friedensbewegung und die Linke am 15. September zur Großdemonstration nach Berlin.

Anlass ist die bevorstehende Verlängerung der deutschen Militäreinsätze im Herbst durch den Bundestag. Am gleichen Tag findet zudem der von der grünen Basis erkämpfte Sonderparteitag zum Afghanistankrieg statt.

Der Landesvorstand der LINKEN.NRW hat nach Bekanntwerden des Aufruf den geplanten Gründungsparteitag auf Landesebene um fünf Wochen verschoben, um an dieser zentralen Demo teilnehmen zu können. Jetzt wird im Bündnis mit weiteren Organisationen der Friedensbewegung und der Linken ein Sonderzug geplant, der über Aachen, Köln, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Bochum, Dortmund, Hamm, Bielefeld nach Berlin dampfen soll. Der Normalpreis für die Tickets (Hin- und Rückfahrt) soll bei 30 Euro liegen; billigere Sozialtickets sollen aber auch ermöglicht werden und durch Solidaritäts-Tickets gegenfinanziert werden.

Zwei Drittel gegen den Krieg

Nach Einschätzung der OrganisatorInnen ist die politische Stimmung für eine kraftvolle Großdemonstration günstig: Stabile 2/3 der Bevölkerung lehnen laut Umfragen die immer tiefere Verstrickung der Bundeswehr in den Afghanistankrieg ab, an der Basis der Grünen und der SPD mehren sich die Stimmen, die eine Exit-Strategie fordern und auch die großen Medien können nicht mehr verheimlichen, dass der Krieg nur zu mehr Terror führt.

Eine erfogreiche Großdemonstration in Berlin würde auch den ganzen Kriegskurs in Frage stellen, der sowohl von der rot-grünen als auch der schwarz-roten Regierung seit Jahren voran getrieben wird.

Der „Bundesausschuss Friedensratschlag" hat auf seiner jüngsten Sommerakademie den Krieg in Afghanistan ins Zentrum seiner Kritik gerückt. In der abschließenden Erklärung heißt es:

„Diese Demonstration, die von einem breiten Bündnis aus Friedensbewegung und anderen sozialen Bewegungen getragen wird, soll am 15. September in Berlin stattfinden und den Druck auf den Bundestag erhöhen, das Mandat für die drei Militäreinsätze (ISAF, Tornados, Opperation Enduring Freedom) nicht mehr zu verlängern. ... Der tödliche Anschlag auf eine Bundeswehreinheit am 19. Mai sowie das jüngste Geiseldrama hätten erneut gezeigt, dass Krieg und Besatzung kein Mittel zur Lösung der Probleme des Landes und der Region sind, sondern die Gewaltkonflikte nur weiter verschärfen."

Wir rufen alle Menschen in der Region auf, sich an den Vorbereitungen zur Großdemonstration zu beteiligen. Karten für den Zug und weitere Infos gibt es unter www.friedenslok.info External link.


(Zuletzt geändert am Sonntag, 5. August 2007.)
 
 
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