| G8-Protest: Polizei bestätigt Einsatz von V-Personen. Eskalationen wurden vermutlich provoziert |
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Samstag, 9. Juni 2007 - Von Andrej Hunko (4717 mal gelesen) Zunächst häuften sich die Berichte von Augenzeugen, Videomitschnitte untermauerten die Vermutung. Jetzt ist es zumindest in einem Fall amtlich: Undercover-Agenten mischten sich schwarz vermummt unter die Demonstranten. Ihr Einsatz als Agents Provocateurs
wird in vielen Augenzeugenberichten belegt, von der Polizei bislang aber
dementiert.
Die Staatsanwaltschaft Rostock prüft
Der inzwischen bestätigte und auf Video Polizei verstrickt sich
Ulf Claassen, Sprecher der Polizei-Sondereinheit „Kavala"
dementierte laut Spiegel
So etwas gehöre seiner Meinung nach auch "nicht in einen Rechtsstaat, das wäre inakzeptabel und unverhältnismäßig". Auch ein anderer Kavala-Sprecher, Manfred Lütjann, dementierte gegenüber der jungen Welt zunächst den Einsatz von Agents provocateurs fügte aber „ungefragt" hinzu:
Auf Druck der Kampagne Block G8, die androhte die gemachten
Fotos des Polizeispitzels zu veröffentlichen, dann die Kehrtwende
Angesichts der übereinstimmenden Zeugenberichte und der aufgedeckten Lügen nicht sehr glaubwürdig. Weitere Fälle Auch andere Situationen deuten zumindest des Mitwirken staatlicher Provokateure an: Ein Videomitschnitt
des Angriffs durch ca. 10 Vermummte auf ein Polizeiauto während der
Großdemonstration in Rostock, der die späteren Ausschreitungen zum Anlass
hatte, wirft reichlich Fragen auf:
Warum steht das Auto an dieser Stelle? Warum fährt es nicht weg, bis das Kommando zum Aufhören kommt? Warum wird es nur optisch beschädigt?
Ein anderer Videomitschnitt Bei einigen „autonomen" Steinewerfern schimmert typische Polizeimontur unterm frisch eingekauften schwarzen Pulli durch.
Die nachdenkseiten
Bereits Anfang Mai
wurden Straßenschlachten, wie sie sich in Rostock abspielten, staatlicherseits
geübt, wie rp-online Tradition Der Einsatz von Agents Provokateurs ist in Deutschland keineswegs verboten, sondern wird immer wieder gezielt eingesetzt. Offiziell ist er aber nur zur Bekämpfung „besonders schwerer Krininalität", etwa dem Rauschgifthandel erlaubt.
Der bekannteste Agent Provokateur ist wohl Peter Urbach Hiermit soll nicht gesagt werden, dass sämtliche Eskalationen auf das Wirken staatlicher Provokateure zurück zu führen sind, aber die Hinweise auf deren Agieren im Interesse eines Ausbaus polizeistaatlicher Maßnahmen sowie der Kriminalisierung und Spaltung der Bewegung sind erdrückend. Eine zähe und schonungslose Aufarbeitung wird hier notwendig sein.
Siehe auch: http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/3817377/ (Zuletzt geändert am Montag, 11. Juni 2007.) |





