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Antifaschismus
Mehr Radikalismus wagen PDF Drucken E-Mail
Samstag, 18. Oktober 2008 - Von Alban Werner (1743 mal gelesen)

Ein Gespenst geht um in Stolberg, das Gespenst des „Extremismus". Manchmal tarnt es sich auch als „Radikalismus". Dieses Gespenst ist anscheinend so gefährlich, dass sich dagegen erstmals in Stolberg ein politisches Bündnis formiert hat. Ein Bündnis, dem nicht nur die „üblichen Verdächtigen" von Antifa, VVN/BdA und linken Organisationen und Parteien, sondern auch politisch Ungebundene und „bürgerliche" politische Kräfte vertreten sind.

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Skandalöser Polizeieinsatz überschattet erfolgreiche Blockadeaktionen PDF Drucken E-Mail
Montag, 22. September 2008 - Von z-ac und Bündnis gegen Pro Köln (2108 mal gelesen)

Die als Kongress angekündigte Versammlung europäischer RechtsextremistInnen in Köln ist auf ganzer Linie gescheitert: Die Organisation "Pro Köln" bzw. ihre überregionale Struktur "Pro NRW", die bisher bemüht war, sich den Anstrich einer Bürgerinitiative zu geben, entlavte sich endgültig, als die etwa 50 Teilnehmer auf dem Kölner Heumarkt schon äußerlich als klassische Neonazis zu erkennen waren. Weitere rund 200 Rechtsextremisten blieben am Flughafen stecken. Von über Tausend TeilnehmerInnen, wie Pro NRW im Vorfeld behauptet hatte, konnte bei weitem nicht die Rede sein.

Tatsächlich mehrere Tausend waren hingegen diejenigen, die dem Aufruf zur Blockade des "Kongresses" gefolgt waren und alle Zugänge zum Kölner Heumarkt gewaltfrei besetzten - "kraftvoll und entschlossen hierbleiben", nannte das eine Organisatorin des Protestes. Zugleich hatten auch viele an einer Kundgebung von DGB und anderen am Dom teilgenommen. Die Übergänge zwischen beiden Protestformen waren fließend, auch wenn Aussagen von Politik und Polizei im Nachhinein glauben machen wollen, die brave Kundgebung im Schatten der römisch-katholischen Kirche hätte den Erfolg gebracht und nur einige "gewaltbereite Autonome und Linksextremisten" in der übrigen Innenstadt hätten den friedlichen Protest beeinträchtigt.

Im Gegenteil: das "Bündnis gegen pro NRW" erhebt schwere Vorwürfe gegen die Polizei, die DemonstrantInnen rechtswidrig und menschenunwürdig behandelt habe.

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Der Rassisten neueste Fratze PDF Drucken E-Mail
Freitag, 19. September 2008 - Von Alban Werner (1947 mal gelesen)

Auf Einladung der ver.di-Jugend Aachen/ Düren /Erftkreis und des Bündnisses „AachenerInnen gegen pro NRW“ diskutierten am Mittwoch, 10. September rund 30 Zuhörer im Aachener ver.di-Hauses über die neue rechtsradikale Formation, die mit einer „Anti-Islamisierungskonferenz“ von sich reden macht.

Die Veranstalter begrüßten auf dem Podium der durchweg auf hohem Niveau verlaufenden Veranstaltung den Politikwissenschaftler Richard Gebhardt, Autor von "Rosen auf den Weg gestreut External link ", Özlem Demirel, aktiv bei DIDF und Mitglied des Kölner Stadtrates für die Fraktion Die Linke sowie Nicolai Schneider von der ver.di-Jugend Köln.

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Erfolgreicher Protest gegen die NPD in Stolberg-Zweifall PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 14. September 2008 - Von Antifaschistisches Aktionbündnis Aachen (1527 mal gelesen)

Trotz dauernden Nieselregens protestierten in Stolberg-Zweifall bis zu 20 Personen aus Zweifall, Stolberg und Aachen gegen einen etwa 30 Meter entfernten mit vier Personen besetzten Infostand der NPD.

Aufgerufen zu der Kundgebung hatte das Antifaschistische Aktionsbündnis Aachen. An der Kundgebung beteiligten sich auch Mitglieder der Evangelischen Kirchengemeinde Kornelimünster-Zweifall und des Stolberger Bündnisses gegen Radikalismus. Die meisten der Demonstranten kamen aus Stolberg.

Unabhängig von der Kundgebung verteilten Mitglieder der Partei Die Linke.Stolberg vor den Geschäften Flugblätter und beteiligten sich zeitweilig auch an der Kundgebung gegen die NPD.

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Erneuter Anschlag auf Büro der Linken PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 14. September 2008 - Von DIE LINKE.AACHEN (1939 mal gelesen)
Foto: Andrej Hunko für z-ac
In der Nacht vom Samstag, dem 13. September, auf Sonntag, den 14. September, fand erneut ein Anschlag auf das Parteibüro der Linken bzw. das Wahlkreisbüro Paul Schäfer in der Stolberger Straße in Aachen statt. Unbekannte hatten mit einem Stein die Scheibe derart eingeworfen, dass ein etwa fußballgroßes Loch entstand. Anwohner hatten am Sonntagvormittag den Schaden bemerkt und den Kreisverband der Linken informiert.

Das Parteibüro wurde bereits in der Nacht vom ersten auf den zweiten Juli Ziel eines Anschlags: Damals wurde das Büro mit einem Hakenkreuz und weiteren rechten Symbolen beschmiert. Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass hinter diesem Anschlag die Aachener Neo-Nazi-Szene steckt.

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Anklage gegen TeilnehmerInnen der Antifa-Demo im März PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 13. August 2008 - Von Antifaschistisches Aktionsbündnis Aachen (1987 mal gelesen)
Am 27. März dieses Jahres wurde eine friedliche Demonstration von Antifaschistinnen und Antifaschisten in der Aachener Innenstadt von ca. 30 teilweise bewaffneten Neonazis gewaltsam überfallen. Die Folgen dieses Überfalls reichen bis heute. So müssen sich vier TeilnehmerInnen der antifaschistischen Demonstration einer Anklage der Staatsanwaltschaft wegen schwerer Körperverletzung und Widerstandes gegen die Staatsgewalt stellen.
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Protest gegen NPD-Infostand in Stolberg PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 13. Juli 2008 - Von Antifaschistisches Aktionsbündnis Aachen (2038 mal gelesen)
Am Samstagvormittag führte das Antifaschistische Aktionsbündnis Aachen eine kleine Kundgebung in Stolberg-Büsbach durch. Die kurzfristig angemeldete Versammlung richtete sich gegen den zeitgleich stattfindenden NPD-Infostand und stand unter dem Motto "Kein Platz für Nazis".
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Zweifaller „SS-Losung“ ist Geschichte PDF Drucken E-Mail
Freitag, 6. Juni 2008 - Von Ellen Rütten (2148 mal gelesen)

Das Zweifaller "Friedenskreuz" vor seiner Umarbeitung
„Zweifelhaft ist nämlich, ob diesen Personen – insbesondere auch mit Blick auf die zunächst erfolgte Einstellung des vorliegenden Verfahrens – überhaupt bewusst war, dass es sich bei der Inschrift in dem konkreten Kontext um eine dem Wahlspruch der „SS“ zum Verwechseln ähnliche Formulierung handelt. Die Tatsache, dass die inkriminierte Inschrift unmittelbar nach Wiederaufnahme des Verfahrens – abgedeckt worden ist, lässt erkennen, dass der Beschuldigte von dem Verfahren beeindruckt ist und sein früheres Fehlverhalten bereut.“

„Endlich!“ - Erleichtert zeigt sich Ellen Rütten, dass es nun auch der Aachener Staatsanwaltschaft gelungen ist, ihre zuerst vorgenommen Einschätzung External link in Sachen „Mahnmal/Friedenskreuz“ nachhaltig, um 180%, zu korrigieren.

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Sozialistische Avantgarde Voran? PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 30. April 2008 - Von Richard Gebhardt (2588 mal gelesen)
Wie der antifaschistische Protest in Stolberg geschwächt wird

Der Aufbau einer entschiedenen antifaschistischen Gegenwehr in Stolberg stößt auf mehrere Schwierigkeiten. Zunächst - und dies ist besonders dramatisch - fehlt eine Verankerung dezidierter Kräfte vor Ort. Die wenigen Aktivisten, die sich nicht auf eine irreführend allgemeine Perspektive „gegen Radikalismus" festlegen wollen (als gäbe es in Stolberg linke Autonome, die Obdachlose anzünden, Flüchtlingsheime in Brand setzen oder Punks verprügeln!), sind schon in die vorhandenen Projekte eingebunden und leisten verdienstvolle Arbeit - für zwei. Klar ist aber: Der Versuch, die antifaschistische Arbeit nach Stolberg zu importieren, muss scheitern, sofern nicht vor Ort Strukturen aufgebaut bzw. revitalisiert werden können, die von Stolberger Bürgerinnen und Bürger getragen werden.

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Stolberg und seine Neonazis PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 27. April 2008 - Von Alban Werner (2943 mal gelesen)
Beobachtungen aus fast einem Jahrzehnt

Der tragische Tod eines Jugendlichen aus Eschweiler in einer allem Anschein nach unpolitischen Auseinandersetzung in Stolberg wirkte stimulierend auf die schon lange schon bestehenden rechtsextremen Strukturen in der Aachener Region. Stolberg wurde im April 2008 nicht zum ersten Mal Ziel massiver Mobilisierung der extremen Rechten. Neu ist, dass sich die demokratischen politischen Kräfte erstmals zaghaft gemeinsam dazu aufraffen konnten, zumindest symbolisch ein Signal gegen die rassistische und migrantenfeindliche Hetze zu setzen. Allerdings stimmt die Art und Weise dieser Mobilisierung skeptisch, wie entschlossen die Stolberger Politik und Zivilgesellschaft wirklich ist, das tief liegende Problem des Rechtsextremismus und seiner gesellschaftlichen Grundlagen wirklich anzugehen.

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