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Sozialistische Avantgarde Voran?
Antifaschismus
Mittwoch, 30. April 2008 - Von Richard Gebhardt (2840 mal gelesen)
Wie der antifaschistische Protest in Stolberg geschwächt wird

Der Aufbau einer entschiedenen antifaschistischen Gegenwehr in Stolberg stößt auf mehrere Schwierigkeiten. Zunächst - und dies ist besonders dramatisch - fehlt eine Verankerung dezidierter Kräfte vor Ort. Die wenigen Aktivisten, die sich nicht auf eine irreführend allgemeine Perspektive „gegen Radikalismus" festlegen wollen (als gäbe es in Stolberg linke Autonome, die Obdachlose anzünden, Flüchtlingsheime in Brand setzen oder Punks verprügeln!), sind schon in die vorhandenen Projekte eingebunden und leisten verdienstvolle Arbeit - für zwei. Klar ist aber: Der Versuch, die antifaschistische Arbeit nach Stolberg zu importieren, muss scheitern, sofern nicht vor Ort Strukturen aufgebaut bzw. revitalisiert werden können, die von Stolberger Bürgerinnen und Bürger getragen werden.

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Umweltverbände lehnen Karlspreis für Merkel ab
Umwelt und Natur
Dienstag, 29. April 2008 - Von BUND e.V. (2834 mal gelesen)
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der NABU und das Europäische Umweltbüro (EEB) haben zwei Tage vor Verleihung des Karlspreises an Bundeskanzlerin Angela Merkel auf große Defizite in ihrer Umweltpolitik auf EU-Ebene hingewiesen. In einem Brief an Merkel heißt es, die Kanzlerin müsse die ökologischen Herausforderungen in Europa endlich ernst nehmen und erst noch unter Beweis stellen, dass sie auch beim Umwelt- und Klimaschutz jene Führungsqualitäten zeige, für die sie den Karlspreis bekomme. Zu oft stünden sie und die Bundesregierung auf der Bremse, wenn es darum gehe, im Umweltbereich Fortschritte zu erzielen. Belege dafür seien der deutsche Widerstand gegen strenge Verbrauchsvorgaben für die Autoindustrie, die wirksame Einbeziehung des Flugverkehrs in den Emissionshandel und eine Bodenschutzrichtlinie, die der Bedeutung des Bodens beim Klimaschutz Rechnung trage.
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Jusos wollen "die EuroMayDay ignorieren"
Pressemitteilung
Sonntag, 27. April 2008 - Von z-ac (1921 mal gelesen)

In einer heute verbreiteten Pressemitteilung erklären die Aachener Jusos, warum sie nicht an der Euromayday-Parade in Aachen teilnehmen. Der Juso-Vorsitzende Mathias Dopatka und sein Pressesprecher Michael Servos sehen sich als Wahrer des "traditionellen Kampfs für die Werte der Gewerkschaft". "Manch anderem 'linken' Verband" unterstellen sie hingegen Opportunismus.

Dagegen verwahrt sich in einer ausführlichen Stellungnahme Darius Dunker, Sprecher der Partei Die Linke in Stadt und Kreis Aachen. Er will das Entweder-Oder nicht gelten lassen. "Wir kritisieren zwar, dass die Spitzen des DGB sich immer wieder von den anderen Protestveranstaltungen an diesem Tag entsolidarisieren, aber das bedeutet nicht, dass Die Linke deshalb am 1. Mai nicht an der traditionellen Maidemonstration teilnähme."

Hier die beiden Stellungnahmen...

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Stolberg und seine Neonazis
Antifaschismus
Sonntag, 27. April 2008 - Von Alban Werner (3280 mal gelesen)
Beobachtungen aus fast einem Jahrzehnt

Der tragische Tod eines Jugendlichen aus Eschweiler in einer allem Anschein nach unpolitischen Auseinandersetzung in Stolberg wirkte stimulierend auf die schon lange schon bestehenden rechtsextremen Strukturen in der Aachener Region. Stolberg wurde im April 2008 nicht zum ersten Mal Ziel massiver Mobilisierung der extremen Rechten. Neu ist, dass sich die demokratischen politischen Kräfte erstmals zaghaft gemeinsam dazu aufraffen konnten, zumindest symbolisch ein Signal gegen die rassistische und migrantenfeindliche Hetze zu setzen. Allerdings stimmt die Art und Weise dieser Mobilisierung skeptisch, wie entschlossen die Stolberger Politik und Zivilgesellschaft wirklich ist, das tief liegende Problem des Rechtsextremismus und seiner gesellschaftlichen Grundlagen wirklich anzugehen.

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Breites Jugendbündnis ruft zur Demo in Stolberg auf
Pressemitteilung
Mittwoch, 23. April 2008 - Von Jusos Aachen (1969 mal gelesen)

Die Aachener Jusos rufen gemeinsam mit der Jungen Union Aachen, den Jungen Liberalen Aachen, der Grünen Jugend Aachen, der Linken.Jugend Aachen, sowie den Jusos Kreis Aachen zur Demonstration am Samstag, dem 26. April 2008, in Stolberg gegen den rechtsextremistischen Aufmarsch auf.

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Bahnprivatisierung hintenrum
Wirtschaft
Dienstag, 22. April 2008 - Von Darius Dunker (3346 mal gelesen)

Attac-Protest gegen Bahnprivatisierung
Derzeit ist sie mal wieder in allen Medien: die umstrittene Bahnprivatisierung, die von zwei Dritteln der Bevölkerung abgelehnt wird. In der Großen Koalition aber hat man endlich den ersehnten faulen Kompromiss gefunden, führende Sozialdemokraten erklären, die Basis müsse man da auch gar nicht mehr groß fragen. Soweit alles bekannt.

Doch während vielerorts - auch in Aachen - immer wieder gegen die Bahnprivatisierung protestiert wird, ist die Privatisierung hintenrum bereits in vollem Gange. Im vergangenen Jahr wurde, ganz nach dem Konzept der ungehemmten neoliberalen Zurichtung Europas, der Betrieb der Rhein-Sieg-Bahn (RE 9) von Aachen nach Siegen europaweit ausgeschrieben. Nun wurde verkündet: gewonnen hat die "Heidekrautbahn GmbH" aus Potsdam, die ab Ende 2010 für 15 Jahre den Auftrag erhalten soll, die Verbindung Aachen - Köln - Siegen im Stundentakt zu befahren.

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Staatliche Folter muss tabu bleiben
Politik
Donnerstag, 17. April 2008 - Von Darius Dunker (2794 mal gelesen)
Capact warnte vor der Berufung Horst Dreiers zum Verfassungsrichter
Nach Medienberichten hat der umstrittene Würzburger Jurist Horst Dreier seine Kandidatur für das Bundesverfassungsgericht zurückgezogen. Dreier war der Wunschkandidat der SPD, wurde aber von verschiedenen Seiten kritisiert. Aus Reihen der CDU/CSU wurde er vor allem abgelehnt, weil er sich für Lockerungen beim Embryonenschutz ausgesprochen hatte. Amnesty International warnte vor der Wahl Horst Dreiers, weil dieser in bestimmten Situationen staatliche Folter für diskutabel hält.
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DGB unterstützt Position der Linkspartei: Europa muss endlich sozialer werden
Pressemitteilung
Mittwoch, 16. April 2008 - Von DGB Berlin-Brandenburg (1456 mal gelesen)
Europa müsse mehr sein als ein Wirtschaftsraum und dürfe es nicht allein Juristen überlassen zu definieren, was sozial heiße. Aufgrund des rigorosen Standortwettbewerbs in Europa, der vor allem mit Hilfe einer Niedrigsteuerpolitik betrieben werde, erhöhe sich der Druck auf die Sozialsysteme massiv: Armut und Arbeitslosigkeit wüchsen in Europa überproportional, erklärte Dieter Scholz, Vorsitzender des DGB, Bezirk Berlin-Brandenburg. Deshalb empfinde der DGB große Sympathien für die Haltung der Linkspartei in Berlin, im Bundesrat die Zustimmung zum Lissabon-Vertrag zu verweigern.
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In Köln unerwünscht? Sinologe und Ostasienspezialist Dr. Ingo Nentwig
International
Dienstag, 15. April 2008 - Von Edith Bartelmus-Scholich (2432 mal gelesen)
Eine Veranstaltung zu China und Tibet im Bürgerzentrum Alte Feuerwache in Köln musste kurzfristig abgesagt werden, weil sie sich nicht vorbehaltlos in den Free-Tibet-Mainstream eingliederte. Den Veranstaltern der Bildungsgemeinschaft SALZ wurde Einseitigkeit vorgeworfen. Edith Bartelmus-Scholich führte folgendes Interview für die Online-Zeitung "scharf links External link".
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Korruptionsbekämpfung à la Aachen
Politik
Montag, 14. April 2008 - Von Horst Schnitzler (2814 mal gelesen)

Oberbürgermeister und Stadtrat wehren sich gegen Mitgliedschaft bei Transparency

 

Ein Kommentar. - Sie waren sich einig, die Aachener Verwaltung und die Fraktionen von SPD, CDU, Grünen und FDP letzten Mittwoch in der Ratssitzung, als es ihnen darum ging, einen Antrag auf zu verbessernde Korruptionsbekämpfung abzulehnen. Dieser abgewiesene Antrag zielte darauf ab, dass die Stadt Aachen korporatives Mitglied bei Transparency Deutschland hätte werden sollen. Insbesondere Grüne-Sprecherin Monika Kuck tat sich hervor mit Argumenten, die Stadt sei schon so aktiv in Sachen Korruptionsabwehr, da sei die Antragstellung (der Linken), dies durch die Zusammenarbeit mit Transparency zu verbessern, schon beinahe beleidigend für die Stadt, wer auch immer die Stadt nach Frau Kucks Vorstellungen ist.

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