Am Pfingstmontag, den 12. Mai 2008 in Bonn
Treffpunkt: 10 Uhr, Kleine Blumenwiese, Rheinaue
- Für das Menschenrecht auf ausreichende, vielfältige und gesunde Ernährung - gegen den Missbrauch der Landwirtschaft als Lieferant von Agrar-Sprit und anderen Rohstoffen für internationale Spekulanten.
- Für Selbstbestimmung von Verbrauchern und Landwirten - gegen gentechnische Experimente mit unserem Essen und unserer Umwelt
- Für freien Austausch von Saatgut und Wissen in der Landwirtschaft - gegen Patente auf Lebewesen und Bio-Piraterie
- Für den Erhalt der regionalen Vielfalt - gegen agrarindustrielle Monokulturen und das weltweite Bauernsterben
- Für biologische Vielfalt - regional, fair und gentechnikfrei!
Die
Lebensmittelpreise explodieren und bedrohen Existenz und Überleben von
Millionen Menschen. Auf unserem Planeten gibt es genug für alle. Die
Landwirtschaft boomt, aber nur für diejenigen, die bezahlen können.
Futtermittel für Billigfleisch und Agrar-Sprit sind profitabler als das
tägliche Brot der Armen.
Monokulturen zerstören die natürliche und
landwirtschaftliche Vielfalt, die unser Überleben sichert. Millionen
bäuerlicher Existenzen werden Jahr für Jahr vernichtet. Kulturen,
Sprachen, Lebensweisen, Wissen und Weisheit von Generationen fallen der
Globalisierung der Landwirtschaft und rücksichtslosen Land- und
Rohstoffspekulationen zu Opfer.
Gentechnische Patentrezepte haben sich als untauglich erwiesen, die
drängenden Probleme von Hunger, Armut und Umweltzerstörung zu lösen.
Sie bergen neue, unkalkulierbare Risiken und schaffen neue Zwänge und
Abhängigkeiten. Milliarden fließen in die Gentechnik und Patentierung
von Lebewesen. Für angepasste, nachhaltige Technologien und deren
Verbreitung fehlen die Mittel.
Die Vielfalt der Natur, der Regionen und menschlichen Kulturen auf
unserem Planeten werden von einer lebensfeindlichen Industrialisierung
bedroht. Diese Vielfalt ist die einzige Innovationskraft der Natur, die
sich seit Millionen von Jahren bewährt hat. Wir sind wie alle Lebewesen
ein Teil dieser Vielfalt und keine „genetische Ressource“ der
Industrie.
Von den Regierungen der Welt, erwarten wir bei der
Vertragssaatenkonferenz der Konvention für biologische Vielfalt in Bonn
Mut, Verantwortung und Taten, keine Sonntagsreden. Dafür demonstrieren
wir am Montag, den 12. Mai in Bonn.
Ausführliches Programm
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